Wonnemonat (?) Mai 2014

Dass ich manchmal schreibfaul bin, stimmt zwar, aber mein langes "Stillschweigen" hatte noch einen andern Grund: Bis eine Woche vor Pfingsten plagten mich gesundheitliche Probleme: Oft abends nicht enden wollender Schluckauf, Magenweh und Atemnot machten mir das Leben schwer. Um meiner Chefin anzuzeigen, wo der Grund für mein Unwohlsein liegen könnte, verweigerte ich immer wieder die Nahrungsaufnahme oder fastete gar. Meine Menschen waren sehr besorgt, wechselten meine Nahrung immer wieder, setzten mir schliesslich Nassfutter und sogar gekochten Reis mit gekochter, geschnetzelter Pouletbrust vor. - Es wurde überall nach Rat gesucht. Man glaubte, ich wäre krank, hätte eine Allergie oder unterschob mir gar, lediglich ein Schleckmaul zu sein ... Es war zum Verzweifeln! - Besuche beim Tierarzt brachten ebenfalls nichts: Ich wurde immer wieder "gesund" geschrieben. Häufig tat mir meine Frau richtig leid, wenn sie mich so unendlich traurig ansah, weil ich einmal mehr vom unangetasteten Fressnapf weg ging.

Eine Woche vor Pfingsten nahm mein Leid endlich ein Ende: Meine SpassSport-Leiterin, Diana Marti, riet meiner 2-Beinerin an, doch noch mit "ihrem" glutenfreien Swiss Natural Professional Pet Food zu probieren ... und oh, Wunder!, seither fühle ich mich wohl, fresse meist mit Appetit ... und habe auch Gewicht zugelegt, obschon ich nur kleine Mengen zu mir nehme. Die von meinem zukünftigen Agility-Trainer angeratene drei Wochen dauernde Handfütterung hat wohl ebenfalls zu meinem Wohlbefinden beigetragen. - Der Mai 2014 wird mir jedenfalls als "Wonnemonat" in Erinnerung bleiben.

Nun kann ich es endlich geniessen, dass es bei der täglichen Morgentoilette mit Bürsten & Co immer Pansen und beim Üben allerlei leckere Belohnungs- und Motivationshäppchen gibt. - Damit ich noch mehr Spass am Fressen habe und zur Erhaltung meiner Gesundheit, werden meine Mahlzeiten mit einem Gemisch aus Ziegenmilch- und Kollagen-Hydrolysat-Pulver bestreut, ein Tipp von meines Sport-Trainers Gattin. Echt lecker !!! ... das Pulver meine ich natürlich.

Meine Frau ist ja sooo glücklich, dass es mir jetzt rundum gut geht und natürlich auch darüber, dass ich mich nun nicht mehr andauernd durch Anstellen irgendwelcher Dummheiten (so nennen die 2-Beiner zum Beispiel nämlich spielerisches Zerkauen und Umherschleppen von Kissen u.a.) "herunterfahren" muss.

Es tut mir wirklich leid, dass auch Onkel Rolfs Buch,

das an meine Frau ausgeliehene, hoch spannende Werk eines digitalen Natives, einer Ablenkungsaktion zum Opfer gefallen ist, d.h., es kann durchaus noch zurück gegeben werden, da ich es lediglich mit meinem Gebissabdruck signiert habe ... Also, nicht halb so wild! - Weit mehr bedauere ich das in tausend Stücke zerlegte lederne iPhone-Etui meiner Chefin, das - wie auch die darin enthaltenen ÖV-Abos von mir und meiner Frau - nicht mehr zum Leben erweckt werden konnte ... - Da zeigte mein Vizechef grossartig Nerven: Er beschaffte noch gleichentags sowohl für die Schutzhülle als auch deren Inhalt Ersatz. Nun steht meinem nächsten Stadt-Bern-Reisli wieder nichts mehr im Wege; toll, nicht??? -

Lustig finde ich es immer noch, Kafferahm-Portiönli und Früchte vom Tisch zu holen und anzuknabbern; zur Not tue ich's auch mit allerlei Papierwaren - Zeitung-Lesen bildet doch!? ... dummerweise war kürzlich ein Versicherungsvertrag dabei. Davon konnte aber unverzüglich eine Kopie angefordert werden ... also? -

Wahrscheinlich habe ich noch nie erwähnt, dass mein Tummelplatz ums Haus herum in Estavayer "ausbruchsicher" eingezäunt ist. Auf drei Seiten bergen grosse Thujahecken 

einen grossmaschigen Gitterzaun, wie man ihn entlang der Autobahnen sieht; das Spezielle daran ist bei uns, dass das Geflecht umgedreht, d.h. die grossen Maschen unten, die kleinen oben, montiert wurde, damit die Igeli

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ungehindert ein- und ausgehen können. In meiner ersten Romandie-Zeit konnte ich's den Stacheltierchen gleich tun ... das war genial! Nun bin ich leider zu gross geworden, und meine Streifzüge begrenzen sich aufs Garten-Innere, was eigentlich auch reicht, denn dank Nachbarskatzen, Busch- und Baumwerk, viel Rasen zum Umgraben, etc., wird es mir nie langweilig. - Kürzlich wurde die Umschwunggestaltung durch drei neue Ziersträucher, darunter ein grosser Flieder, ergänzt. Mein Vizechef schuftete ordentlich, hob Riesenlöcher aus, um das Buschwerk zu verankern und mächtig zu begiessen. Solches Unterfangen durfte ich wirklich nicht untätig mit ansehen: Auch ich will - und wollte - nämlich zur Gartengestaltung beitragen: Die Erde rund um die Neulinge war noch feucht, und es war deshalb einfach, den Flieder, den Grössten der drei "Neuen", wieder auszugraben ... versperrte er mir doch gewaltig die Aussicht auf meine Rennwiese ... oh Schreck, oh Schreck ... mein Werk wurde rasch entdeckt und ebenso rasch wieder zunichte gemacht. Aber auch ich habe Ausdauer: Das Ganze wiederholte sich zum zweiten und beinahe (!) zum dritten Mal ... Seither ist Schluss mit Flieder-Ping-Pong, haben wir doch nun tatsächlich einen eingezäunten Bereich im eingezäunten Garten:

So was von dumm und unpraktisch!

 

Ganz nach Goethes "Mai":

Leichte Silberwolken schweben

durch die erst erwärmten Lüfte.

Mild, von Schimmer sanft umgeben

blickt die Sonne durch die Düfte.

genoss ich trotzdem diesen Monat, der mir viele wunderschöne, ausgedehnte Spaziergänge bescherte und ebenso viel Dolce far niente:

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updated: 14.09.17:

Mein Tagebuch Sommer 2017

 

 

 

 

 


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