Meine April-2014-Erlebnisse

Samstag, 5. April 2014: Ich wiege nun bereits 11,7 kg, bin ca. 48 cm gross und immer mächtig stolz, wenn ich allein zu meiner Chefin schauen und ihr helfen kann. - Weil der Vizechef in Lausanne weilte, galt es vor allem, die Gartenarbeit meiner Frau zu überwachen und - wenn nötig - zu unterstützen.

Gleich früh am Morgen stapfte meine Meisterin ins Freie, ausgerüstet mit Hacke, Rechen, Besen, Buschscheren, Baumsäge und 110 l-Säcken ...

Was dann geschah, war für mich völlig unbegreiflich: Wie wild hackte und riss meine Chefin Pflanzen aus - "jäten" nennt sie dies, glaube ich - , sägte Baumäste ab und baute mit dem Grünzeug überall kleine Haufen, die schliesslich in die Säcke verschwinden sollten. Solch zerstörerisches Gehabe war zu viel für mich; da musste eingegriffen werden: Also hechtete ich in die Häufchen, zerrte diese auseinander und zerbiss die Plastiksäcke, um zu retten, was zu retten war ...

Was würde nun geschehen? - Einmal mehr verblüffte mich die "Meine": Zwar brummte sie etwas vor sich hin, schmunzelte jedoch dazu, lenkte mich mit Spielsachen ab und rechte erneut Häuflein zusammen, die sie jedoch fortlaufend "absackte". - So war nach vier Stunden Arbeit 1/4 des gesteckten Tageszieles erreicht und meine 2-Beinerin verzog sich vor den Fernseher, um sich beim Anschauen des Davis-Cups Schweiz : Kasachstan zu entspannen.

Weit gefehlt: Was wir über uns ergehen lassen mussten, war für das einheimische Team eine pure Katastrophe, die sich am dritten Tag für die Schweiz doch noch zum Guten wenden liess, wie ich später erfuhr.

Sonntag, 6. April 2014: Weil ich sonntags nicht mehr in den Kindergarten gehe, durfte ich zum ersten Mal zum "SpassSport" des KV Berna fahren. Auf der Hinfahrt erklärte mir meine Chefin, was "SpassSport" eigentlich ist:

Was ist SpassSport.pdf
Adobe Acrobat Dokument 106.1 KB

Diese neue Disziplin kann sogar wettkampfmässig ausgeübt werden. Die Richtlinien sind im entsprechenden Reglement festgehalten:

Reglement SpassSport.pdf
Adobe Acrobat Dokument 684.2 KB

Von alle dem habe ich natürlich noch keine Ahnung ... und war beim ersten Training gewaltig ge- und überfordert, war ich doch - zusammen mit Kyra, einem gleichaltrigen Labrador-Mädchen - der einzige Neuling. Auf dem Übungsprogramm stand eine Vorstufe zum Longieren. Im Uhr- und Gegenuhrzeigersinn musste ich angeleint um kreisförmig aufgestellte Sprunghalter "kurven". Meine Chefin schwitzte ordentlich und sagte andauernd "dehors". Beim danach überaus eng gestellten Kreis zerrte ich dermassen an der Leine, dass meine Frau beinahe einen Salto machte. - Nach Konzentrationsübungen mit dem Klicker durfte ich noch durch einen Agility-Tunnel rennen, was mir grossen Spass bereitete. - Das Allerschönste war jedoch das wilde Umherrennen mit Artgenossen aller Rassen, Grössen und jeden Alters vor dem Training gewesen!

Der krönende Abschluss meines Sonntagvormittags war ein toller Freilauf-Spaziergang entlang dem Biberbach (die Kerlchen sind leider nachtaktiv) vis-à-vis von Bussy.

Der Nachmittag galt dem Relaxen im Garten:

Video dazu: relaxing Saphira

Obgleich SpassSport für mich sehr anstrengend ist, freue ich mich auf die kommenden Sonntage; kann ich mich doch ausserhalb des Trainings mit vielen Kollegen austoben.

Freitag, 11. April 2014:

Meine Gartenschnupperlehre habe ich so bravourös abgeschlossen, dass ich jetzt vor allem Überwachungsaufgaben übernehme und aktiv nur noch bei kleineren und grösseren Ausbesserungsarbeiten eingreife, was erstaunlicherweise ebenfalls ermüdet. Die nachfolgenden Fotos mögen zum besseren Verständnis meiner Worte beitragen:

Montag, 7. April 2014: Diesen Tag werde ich so rasch nicht vergessen, öffnete er mir doch das Tor zur Alltagswelt meiner Menschen: Ich bekam ein eigenes Abonnement für die Verkehrsbetriebe der Stadt Bern und durfte um 7 Uhr abends gleich mit dem Tram von Wabern an den Hauptbahnhof fahren. Zwar hatte sich meine Chefin ein wenig Sorgen gemacht, wie ich die Menschenmenge, die Duft- und Geräuschkulisse bewältigen würde, aber ich verstand es vorzüglich, ihre Anspannung zu nehmen. Schliesslich musste sich meine Frau den ganzen Abend über nur noch vor Lachen den Bauch halten, weil ich mich in den öffentlichen Verkehrsmitteln selbstsicher hinsetzte oder legte und sie lediglich meine Freude an all den Fahrgästen, die ich im Übermut anzuhechten versuchte, dämpfen musste. - Nach der Tramfahrt durfte ich am Bahnhof in den Bärengraben-Bus umsteigen. Die Fahrt bis zu den Berner Wappentieren, mit denen ich leider nicht spielen durfte - zu dumm; sie sind eingesperrt! - , war der absolute Höhepunkt des Abends: ein echter Buckelpisten-Run mit menschlicher Animation.

Weil ich mich so unerwartet gut benahm, durfte ich auf der Heimfahrt wie ein richtiger Teenager am Bahnhofplatz aussteigen und an der LOEB-Ecke mit zweibeinigen Zufallsbekanntschaften schmusen. Am liebsten mochte ich die Liebkosungen derjenigen in Tarnanzügen - Soldaten nennt man sie - , weil sie ganz besonders duften und viele interessante Taschen - auch solche mit Proviant - bei sich tragen.

Zum Ausklang des Tages durfte ich meine Menschen in ein Restaurant begleiten; besonders "gross" kam ich mir dort deshalb vor, weil ich für mein Benehmen Lob über Lob bekam und mir versichert wurde, ich werde noch viel Neues und Schwieriges ausprobieren dürfen.  Das machte mich mächtig stolz.

Dienstag, 8. April 2014: Dienstag, Dienstag, du mein Sonnentag, denn es ist mein Lüci-Tag! Ich wusste kaum womit anfangen, um meinem erwachsenen Freund all meine Erlebnisse zu erzählen ... und natürlich lagen wir uns lange in den Armen:

sonnentagLuecitag.ppt.pps
Microsoft Power Point Präsentation 1.9 MB

Zu Glück ist jeweils jeder Abschied der erste Schritt zum nächsten Wiedersehen ...

Mittwoch, 23. April 2014: Ich schliesse den ersten Teil meiner Grundausbildung ab (zum Vergrössern ins Foto klicken):

... und schreibe mich für den zweiten Teil - beginnend am 04.06.14 - ein. Toll, meine Lieblingskollegin, eine Altdeutsche Schäferhündin, wird auch mitmachen. - Zum krönenden Abschluss des Erziehungskurses 1 gab es ein Wettrennen mit Abruf, Umkreisen eines Riesen-Stoffhundes, Bändertor, Pilonenslalom und Podest. Jupiiiie! auf dem Run zu meiner Frau, die in einem Ring auf mich wartete, packte ich das "Riesenvieh", das beinahe mein Eigengewicht übertrifft, und zerrte es - zur grossen Belustigung aller Anwesenden - zu meiner Chefin, statt es später gemeinsam mit ihr zu "umkurven". Der Pannen nicht genug: Die Zeit lief, wir wollten aufholen und rannten das Bändertor gleich zu Boden, denn meine Zweibeinerin ging durch, ich, in der Hitze des Gefechts an der zu langen Leine daran vorbei ... Dennoch erreichten wir unter tosendem Applaus der andern Teilnehmer noch das Ziel vor Abbruch desselben ... und ich erhielt sogar noch einen genialen Preis, der mir grosse Freude macht: ein "Pieps-Kotelett":

Schon habe ich die Kursbestätigung für den zweiten Teil meiner Grundausbildung in den Pfoten ... und freue mich mächtig darauf, mittwochs jeweils wieder zu "Avance" in Murten zu fahren. Bis dahin sollte ich nun das bereits Gelernte fleissig üben, damit ich auch "avance" komme.

 

Freitag, 25. April 2014, 18.45 - 19.00h: Meine erste "Agility-Viertelstunde"! - Wie meine Sportkollegen durfte ich zum ersten Mal die "Rund-um-Hund"-Sporthalle in Fräschels betreten. Wegen der umwerfenden Duftkulisse im Teppichboden können es die meisten Neulinge nicht lassen, die eigene Marke ebenfalls zu hinterlassen. Tat ich nicht !!! Eigentlich verwunderlich, war ich doch ob der neuen Situation recht gestresst: Angeleint führte mich meine Frau in den "Ring", und mein Agility-Lehrer hiess uns um die drei anwesenden Teams schreiten. Ungestüm sprang ich auf die drei Artgenossen zu, um Bekanntschaft zu machen; deren zwei begrüssten mich kameradschaftlich, und Aruna

hätte sogar gerne mit mir gespielt, beim dritten Team jedoch zeigte man mir die Zähne ... Eine solche Abfuhr war neu für mich!

Mein Trainer legte daraufhin einen Tupperware-Deckel zuerst auf den Boden, danach auf den Passerellen-Aufgang, rief mich immerzu beim Namen, tippte mit dem Finger auf den Deckel, manchmal klickte er und legte ein Wurststücklein hin, manchmal geschah nichts. Obgleich sich mein Lehrmeister - ich liebe ihn! - sogar vor mich hinkniete, um mir zu helfen,

war ich hoffnungslos verloren, sprang an meinem Trainer hoch, um ihm dies mitzuteilen, und versuchte, mich durch Kratzen zu beruhigen. Zum Glück wurde ich rasch erhört und durfte zum Abschluss dreimal druch einen Tunnel rennen. -

Meiner Chefin wurde aufgetragen, mit mir mit einem Tupperware-Deckel zu üben; W A S  , weiss ich allerdings nicht ...

Kontakt

 

 

 

 

 

 

updated: 14.09.17:

Mein Tagebuch Sommer 2017

 

 

 

 

 


Mit Klick ins Foto: Saphiras Zeit-Kalender
Mit Klick ins Foto: Saphiras Zeit-Kalender
mit Klick ins Bild > Webmasters Website
mit Klick ins Bild > Webmasters Website